Zeitungsmeldung umschreiben

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Inhaltsverzeichnis

Worum gehts?

Übung zum Manuskriptschreiben

Erarbeiten der Grundsätze "Schreiben fürs Hören"

persönliche Erfahrung des Unterschiedes geschriebener/gesprochener Text


Ablauf

jeder Teilnehmer_in wird ein kurzer Zeitungsartikel gegeben

sie haben 5 min Zeit diesen durchzulesen und zu verstehen (das Vorlesen kann auch laut erfolgen, ist aber meist öde)

dann werden sie gebeten, den Inhalt frei erzählt wiederzugeben

in kurzer Zwischenauswertung wird man feststellen, dass der gesprochene Text komplett anders war als der geschriebene (Exkurs: warum ist ein Sprechtext anders?)

theoretischer Input: Regeln beim Schreiben fürs Hören (sind automatisch beim freien Sprechen beachtet worden >>> können sich Teilnehmende darauf besinnen was anders war?) >>> Verteilen des Handouts und durchsprechen der einzelnen Punkte

es folgt die Aufgabe, den Text nun als Manuskript zu fixieren

konsequenterweise sollte das Manuskript dann auch gesprochen werden (möglichst in einer simulierten Live-Situation)

Varianten

Sprechen unter Live-Bedingungen das Nacherzählen kann mit Mikrofon (und Aufnahme) geschehen, das erhöht den "Druck" und imitiert die Situation des "Live Sendens" – natürlich geht dadurch auch ein wenig der Fokus auf den Sprachgebrauch verloren, andererseits lassen sich die Mitschnitte auch gut verwenden um genau zu analysieren, wie gesprochen wurde bzw. gleich im zweiten Teil der Übung als Vorlage für das Manuskript verwenden


Fokus persönlicher Sprachstil eine eher gruppendynamische Variation wäre, die Sprechtexte jeweils nacheinander von verschiedenen Personen überarbeiten zu lassen. Das bedeutet: Person 1 schreibt für sich einen (Moderations-)Text aus der Zeitungsmeldung, sie gibt diesen geschriebenen Text (nur diesen; nicht die originale Zeitungsmeldung) an Person 2, welche daraus einen Text für sich formuliert. Danach wird der neue Text ebenfalls weiter gegeben an Person 3 …

Die Texte werden natürlich von den Personen gelesen/erzählt, die diese auch geschrieben haben. Mit dieser Variante wird stärker betont, dass es nicht um DEN EINEN Sprechtext geht, sondern, dass Sprechstile individuell sind, demzufolge auch die Texte, welche als Vorlage dienen.

Für Fortgeschrittene kann innerhalb dieser Variante auch mit Darstellungsarten und Stilformen (Reportage, Nachricht, Moderation) gearbeitet werden, allerdings besteht damit auch die Gefahr, die Aktivität inhaltlich zu überladen.

Für diese Variante muss mehr Arbeitszeit eingeplant werden. (bis zu 45 min)


Regeln praktisch ausprobieren bei der Behandlung der Regeln zum Schreiben fürs Sprechen (Handout) kann man jeden Punkt gleich in die Praxis umsetzen lassen (z.b. aktive Sätze bilden; Zahlenangaben verallgemeinern …) > siehe dazu Anmerkung unten

Auswertung

erfolgt als Zwischenschritt in der Aktivität selbst

am Ende kurze Nachfrage: wie wars? was hast du Neues erfahren?

Fokussierung auf formale Standards eines Manuskript (gute Lesbarkeit, große Schrift, großer Zeilenabstand, Platz für Notizen, Zahlen ausgeschrieben ...)


Was mir mit dieser Aktivität passiert ist

Udo sagt: ich habe das Handout "Schreiben fürs Sprechen" gleich praktisch umsetzen lassen, d.h. die Teilnehmenden sollten die notierten Regeln mit einem Beispielsatz befolgen. Das hat gar nicht funktioniert, weil die Beschreibungen offensichtlich zu abstrakt waren. (was ist denn das eine Passivkonstruktion; wie jetzt – Substantivierung vermeiden …) >>> evtl. muss das Handout neu formuliert werden?

Eine ganz schöne Auflistung von Regeln für die Radiosprache (mit konkreten erläuterungen) befindet sich in Interaudio. Materialien für die interkulturelle Radioausbildung. Eventuell kann diese direkt kopiert und verteilt werden.


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