Theorie des Freien Radios

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Im März 2009 wurde auf dem Treffen der Ausbildungskoordinator_innen folgender Themenpool als Basis für eine Unterrichtung in Sachen Freie Medien / VFRÖ zusammengetragen:

• Definition Freies Radio • Medienlandschaft/Geschichte • Vorstellung lokales freie Radio • Selbstverständnis (Du bist das Radio ‐ Warum kommst du zu einem Freien Radio?) • Charta • Förderung

Als Einstieg in eine Diskussion zur Abgrenzung und Eigendefinition könnte man das Interview mit Susanne Wiest (Initiatorin der e-Petition zum bedingungslosen Grundeinkommen in Deutschland) von radio corax am 2. märz 2010 benutzen. Das Gespräch umkreist den Auftrag öffentlich-rechtlicher Medien und vergleicht diesen mit der Praxis. Daran anschließend wäre sofort zu diskutieren: Und wo verorten sich Freie Medien? Wie agieren sie?


Was ist Freies Radio?

Auf dem Theorieseminar Sprache – Assoziation – Musik II am 24. und 25. April 2010 beim Freien Radio für Stuttgart wurde eine intensive Diskussion über mögliche Beschreibungen der Praxis Freier Radios versucht. Ausgangspunkt war der Artikel „It’s The End Of Radio? – Das Freie Radio als Alternative“ erschienen in der testcard „Blühende Nischen“ (Februar 2010).

Anbei ein paar Stichpunkte zur Rekonstruktion der Diskussion (könnte eine Fährte sein, um eigene Diskussionen in Workshops anzuzetteln):


der Brunnen als ein Ort der Demokratie und Wahrheit | Verkehrsfunk für Antifa-Demos | Praxistheorie der Erfahrung | Musiksendungen ohne lästigen anderen Kram | Demokratie-Pathos | autonome Praxis Freier Radios | Bewegungssender ohne Bewegung | Deutungshoheiten | Gewährleistung von Freiem Radio (was passiert vor dem Senden?) | Radio ohne Bezahlung | Gespräch versus Verlautbarung | Dorfbrunnen / Dorflinde | Kommunikation zielt auf Veränderung | Kommunikationsbereitschaft der bürgerlichen Wissenschaft | Wir suchen den Gral | politisch Links ist auch nicht besser | Agentur für beleidigte Freigesetzte | ByteFM | Profi vs. Amateur | Alexander Kluge | Rolle von Kritik | avancierte Sendeformate | Gruppierung statt Zerstreuung | Schulung statt Bildung | Radio als Ergebnis (ohne Produktion) | Programmgestaltung statt Offener Kanal | Produktionsdiskussionen | Strategie der Entwendung | ernstgenommene Hörer_innen | kann man allein Radio machen? | Episches Theater | Souveränes Medium | was kann die Analyse von Produkten bringen? | Produktion / Machen als Gegenstand von Reflektion | Selbstreferentialität | das Studio als Knotenpunkt urbanen Lebens | Sendungen wie jede andere auch | Sendealltag | Menschenrecht Senden | Besitz von Produktionsmitteln | kein Zwang etwas zu tun | Praxis als Lebensausschnitt | kommunistische Ökonomie der Zeit | Transparenz | Verallgemeinerung | Basisdemokratie vs. Rätedemokratie | der satte Duft von Wollsocken | bewusstes Senden | praktische Kritik der Trennung | Freies Radio als Stützpunkt | bewusste Aneignung der Produktionsmittel | Ort der Auseinandersetzung | Selbstorganisationskonzepte | Ideen als Organisationszentren | Freiraum in Zeiten kapitalistischer Deutungshoheit | das Ende der Demokratie bevor sie stattgefunden hat | Entscheidungsfindungen | Bakuninismus | was ist das Plenum? | Freiraum vs. Stützpunkt | hergestelltes Radio | inhärente Momente der Bewegung | entwicklungsloser Freiraum | Zweck von Gegenkultur | Relevanz Freier Radios | Finden neuer Leidenschaften | Der kleine Muck & Kalif Storch | Zugänge | ausprobieren | Spaß, Lust und Leute | Inhalte?


Eine konkretere Auseinandersetzung mit dem oben genannten Text wurde im Modulator 016, der Programmzeitung des Freien Radios für Stuttgart geliefert unter dem Titel: Stuttgarter Thesen (das auch der Ort der weiteren Auseinandersetzung und Diskussion).


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