Thema buchstabieren
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Die Aktivität Thema buchstabieren ist vielseitig einsetzbar und eine Methode der grundlegenden Seminargestaltung und allgemeine Didaktik. Sie kann als Einstieg in ein Seminar oder Workshop dienen, sie kann auch genutzt werden als Methode des Brainstorming oder Kreativitätstechnik. Dann passt sie sehr gut in Themen wie Redaktion / Sendungen planen, Akustisches Gestalten oder auch Recherche.
Eine Möglichkeit ist, die Aktivität Thema buchstabieren zum Einstieg in ein neues Feld zu verwenden und so vorhandenes Wissen abzufragen. Beispielsweise auch zur Erarbeitung von Definitionen (Interview).
Auch als Abschluss ist der Einsatz vder Aktivität denkbar, vergleiche hier auch die Aktivitäten Wissenswettkampf / Scrabble.
Inhaltsverzeichnis |
Worum geht's?
Sammeln von Ideen bzw. verschiedenen Meinungen / Ansichten
Kreativtechnik
Rahmenbedingungen
Gruppengröße: beliebig
Dauer: 10-15 min (je nach Gruppengröße)
Material: Plakat, verschiedenfarbige Stifte
Durchführung
Links an den Rand wird senkrecht das Alphabet notiert.
Die Anwesenden werden nun gebeten, Assoziationen und Begriffe die ihnen wichtig im Zusammenhang mit einem vorgegebenen Begriff / Thema auf dem Plakat zu notieren, und zwar zu jedem Buchstaben einen.
Varianten
An den Rand wird senkrecht ein Begriff geschrieben: zum Beispiel das folgende Thema, der Name, der Name des Radios, Thema des Workshops …
Es kann eine bestimmte Frage gestellt werden: Schreibt Begriffe auf, die euch vorstellen! Was ist euch wichtig an dem Thema? Welche Worte fallen euch ein, wenn ihr den Begriff definieren solltet? Was könnte damit zusammenhängen? …
Als Vorstellungsrunde kann auch jede Person gebeten werden ihren eigenen Namen zu notieren und dann zu jedem Buchstaben eine Eigenschaft, ein Interesse … zu nennen. (vgl. auch Scrabble)
Das Ganze kann auch als Wettbewerb gestaltet werden im Sinne von Stadt – Name - Fluss (funktioniert gut mit Jugendlichen). Bei dieser Variante ist es gut Zettel mit dem Alphabet schon vorbereitet zu haben.
Hinweis für TeamerInnen
Mit zunehmender Zahl von Begriffen wird es natürlich schwieriger, sinnvolles zu ergänzen. Mit den Buchstaben X und Y gibt es mitunter überhaupt keine Begriffe … hier darf also auch gesponnen werden und Spaß in die Übung kommen. (Es geht nicht um eine wissenschaftliche Aufarbeitung sonder um ein lustvolles "Erforschen" der Tiefe eines Themas.)
Reflektion und Auswertung
Das Ergebnis spricht in der Regel für sich selbst. Wenn es um die Erarbeitung einer Definition geht, können Begriffe noch einmal geordnet oder gewichtet werden. Bei einer Erwartungsabfrage (oder im Rahmen einer Zukunftswerkstatt bzw. Erarbeitung einer Sendekonzeption) wär es gut, das Plakat während des gesamten Workshops sichtbar hängen zu lassen und Gelegenheit zu geben (wenigstens am Ende der Veranstaltung), Begriffe auszutauschen.
Erlebnisberichte
udo am 04.09.: Wir haben die Variante Wettbewerb/Stadt-Name-Fluss zum Thema "Medien" mit Jugendlichen (14 Jahren) gespielt. Natürlich gabs auch eine Auswertung mit Punkten (nur ich habe den Begriff = 10 / andere haben den Begriff auch = 5 / kein Begriff = 0). Sehr lustig war es, wenn wir allgemeine Begriffe wie "Utensilien" befragt haben: Was ist daran spezifisch für Medien? – Die Erklärungen waren durchaus kreativ, so dass die Gruppe auch mal 7 oder 2,5 Punkte vergeben hat. Am Ende gewann dann gar nicht die aktivste und scheinbar kreativste Person, sondern ein Mädchen welches bei der Auswertung recht still gewesen war. Sie wurde dann zur "Queen of Medien-ABC" gekürt und hat sogar eine aus Papier gebastelte Krone als Preis bekommen. - Alles in allem: sehr auflockernd! Trice: Ja das stimmt die anschließende Diskussion wurde sehr kreativ und teilweise kontrovers von den Jugendlichen geführt.
