Seminargestaltung und allgemeine Didaktik
From Medienrechtswiki
Hier eine kleine Sammlung grundsätzlicher "Regeln" und verschiedener didaktischer Ansätze (jeweils im Eiltempo).
Inhaltsverzeichnis |
Allgemeine Tipps für Seminare
Überblick geben: z.B. Plakat mit wichtigsten Punkten am Anfang aufhängen
Workshop / Seminarziel benennen: Was soll diese Veranstaltung erreichen? z.B. bei Medienrechts-Workshop deutlich machen, dass es nicht um die endgültige Klärung aller Probleme geht, sondern darum ein Gefühl für das aktuelle Rechtssystem und die Bewertung von Konflikten geht.
>> Tipps für gelungene Einstiege in ein Seminar / einen Workshop
alle 20 Minuten Festigung: z.B. Zusammenfassung. Wissensquiz. BINGO. Visualisieren der Ergebnisse
Inhalte strukturieren: z.B. Überschriften (um was geht’s`, vom Allgemeinen ins Detail, Anknüpfen lassen an bereits Bekanntes ---> siehe auch Kurzzeit- / Langzeitgedächtnis)
Aktivierende Elemente einbauen: z.B. mehrere Sinneskanäle ansprechen, Intervalle (Gruppe/Einzelarbeit/Lehrinput), Medien und Methodenwechsel
Mit Hörbeispielen arbeiten
Übungen einbauen, um Wissen anzuwenden: z.B. POL (Antworten erarbeiten/Transferfragen Fallbeispiel .....)
Wichtig: Einmal ist keinmal - Wiederholung einbauen (aber Methodenabwechslung), Zusammenfassen!
TeilnehmerInnenOrientierung
In allerlei Handbüchern und Seminaren taucht als wesentlicher Ansatz bei der Seminar- und Workshopgestaltung das Wort TeilnehmerInnenOrientierung (kurz: TNO) auf. Ganz ganz arg verkürzt bedeutet dieser Begriff, dass sich die Planung eines Workshops sowie die angewandten Methoden an den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Teilnehmenden ausrichten sollen. Das ist einfach gesagt, klingt irgendwie nachvollziehbar, wirft aber in der Praxis so manche Frage auf. Um gezielt mit und für Teilnehmende agieren zu können, gibt es eine Menge Fachliteratur zum Selbststudium. Als allererster Einstieg in die Materie (und vielleicht auch in das Denken mit einer anderen Perspektive) empfiehlt sich die Aktivität Ideale TeilnehmerIn.
konkrete Aktivitäten
weiterführende Literatur
Bernd Weidenmann: Handbuch Active Training. Die besten Methoden für lebendige Seminare Beltz 2008: darin besonders Kapitel "Lassen Sie die Teilnehmer aktiv werden" + "Anstelle von Standardmethoden etwas anderes einsetzen"
Problemorientiertes Lernen (POL)
Grundsatz: Lerninhalte werden nicht vorgegeben, sondern von den Lernenden/ Teilnehmenden selbst erarbeitet
Ziel: Teilnehmende bauen aktiv neue Wissenstrukturen auf
Statt Belehrung durch Referent/in wird Eigeninitiative und Reflektion ermöglicht
von trägem passivem Wissen zu Eigeninitiative und aktivem Wissen
Anregung zu Reflektion und Transfer
Ablauf: Unterrichtseinheiten beginnen beim problembasierten Lernen nicht, wie das häufig geschieht, mit längeren Phasen der Belehrung, sondern mit der Herausforderung selbständigen Lernens. (Beispiel PAQ zum Medien- und Urheberrecht: Fragen werden verteilt mit der Aufgabe, diese in Kleingruppen so gut wie möglich zu beantworten) Zentral hierbei ist der Rollenwechsel: Die „Lehrperson“ ist nicht mehr „didactic leader“, sondern „Unterstützer/in“ von Lernprozessen. Die/der „Lernende“ ist nicht mehr rezeptiv/ angeleitet, sondern aktiv und selbstgesteuert. Lernende bauen aktiv neue Wissensstrukturen auf/Neues wird mit bestehendem Wissen verknüpft/Wissen wird mit neuen Kontexten verbunden. Wichtig: neuer Stoff kann nur dann sinnvoll und „merkbar“ im Gehirn aufgenommen werden, wenn an bereits bekannten Dingen zu einem Stoffgebiet angeknüpft wird.
Exkurs: Kurzzeit- / Langzeitgedächtnis
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Themenspezifische Didaktik
Vorschläge zu Workshopabläufen für bestimmte Themenschwerpunkte
