Redaktionsarbeit mit Jugendlichen
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Radioworkshops bzw. Redaktionsarbeit mit Kindern und Jugendlichen finden in den meisten der Freien Radios statt. Schon deshalb, weil Kinder- und Jugendarbeit eine Möglichkeit ist, um Geldmittel zu akquirieren. Egal ob per öffentlich gefördertem Projekt oder als Dienstleister für Schulen bzw. Bildungseinrichtungen, die ihren Lehrplan mit einem Radioangebot ein wenig interessanter gestalten möchten. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen befindet sich folgerichtig auch im Spannungsverhältnis zwischen Selbstermächtigung zu mündigen Mediennutzer-innen und -gestalter_innen und den Vorgaben durch Bildungspläne, Förderrichtlinien und Erziehungsleitbildern. Das muss nicht immer problematisch und konfliktbeladen sein, kann es aber. Sehr häufig ist für Schulen / geldgebende Organisationen das Radio nur ein Vehikel, ein Mittel um andere Ziele zu erreichen: schön sprechen lernen, mehr über Geschichte lernen, das Theaterstück aus dem Deutschunterricht anders kennen lernen, Integration fördern … Das alles findet in jedem medienpädagogischen Angebot sehr wahrscheinlich auch statt, in vielen Freien Radios wird dennoch sehr genau geschaut, dass der Radiobetrieb nicht zu sehr für Fremdzwecke vereinnahmt wird. Radioarbeit kann keine Sozialarbeit sein. Jugendliche werden durch Radio machen nicht plötzlich zu gesellschaftlich integrierten Persönlichkeiten, sie haben auch keine besseren Berufschancen (das alles Ziele, die gern in Anträgen formuliert werden). Mit Radioarbeit sollen jugendliche vor allem lernen, sich selbst auszudrücken, ihre Bedürfnisse zu formulieren und an die Öffentlichkeit zu bringen. Dazu gehört auch, die Gemachtheit von Medien zu erkennen und sich genau diese Fähigkeit selber anzueignen. Wenn dabei die eine oder der andere auch schön sprechen lernt oder plötzlich ein Interesse für Naturkunde entwickelt: großartig!
Eine weiter führende Diskussion zum Thema Medienpädagogische Projekte gibt es in den A&F Handreichungen, S. 49-72.
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Konkrete Workshopideen
Im Prinzip sind in der Kinder- und Jugendarbeit nahezu alle Themen wie in der Erwachsenenarbeit auch behandelbar. Ein wesentlicher Grundsatz für eine "erfolgreiche" Arbeit ist, die Kinder bzw. Jugendlichen ernst zu nehmen, sie nicht als Minderjährige anzusprechen. Dennoch gibt es ein paar Unterschiede zu den regulären Angeboten. Kinder und Jugendliche haben zum Teil besondere Bedürfnisse, die in den folgend beschriebenen Angeboten berücksichtigt wurden.
Aufbau einer Jugendredaktion
Jugend-Angebote der Radiofabrik Salzburg
Literatur
- Fred Schell Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen. Theorie und Praxis KoPäd 1999: schon ein wenig in die Jahre gekommen (ich weiss nicht ob es in den 2000ern eine Überarbeitung gab), deshalb sind bestimmte Statistiken und Beispiele ein wenig veraltet (z.B. spielt Internet und mp3 noch gar keine Rolle), allerdings ist der grundlegende Ansatz von Jugendarbeit nach wie vor aktuell und deshalb absolut lesenswert meint Udo 16:52, 20. Feb 2012 (CET)
- Hans-Jürgen Palme / Fred Schell (Hg) Voll auf die Ohren 2. Kinder und Jugendliche machen Radio. Beispiele, Anregungen, Ideen KoPäd 1998 : ist genau das, was der Untertitel sagt: eine schöne Sammlung von Projektbeschreibungen um sich inspirieren zu lassen
- Michael Bloech / Fabian Fiedler / Klaus Lutz (Hg) Junges Radio. Kinder und Jugendliche machen Radio kopaed 2005
Linkliste
- Tipps zum Aufbau eines Schulradios: schuelerradio.net
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