PartnerInnen-Interview
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Ziel
Interessensabfrage, Vorstellungsrunde, erstes Kennenlernen der Aufnahmetechnik, Einführung ins Interview
Rahmenbedingungen
beliebige Gruppengröße (keine Vorkenntnisse nötig / Zusammensetzung beliebig auch mehrsprachig, multikulturell, geschlechterspezifisch ...)
je Paar eine mobile Aufnahmeeinheit
je nach Gruppengröße entsprechend großer Raum (bzw. auch Rückzugsmöglichkeiten in verschiedenen Räumen)
Dauer: Einführung 10 - 15 min / aktive Aufnahme 10-15 min / Auswertung allgemein 10 min / Feedback mit anhören je nach Gruppengröße 30 min bis 1 h
Ablauf
Die Gruppe teilt sich in Zweierpaare auf. Jedes Paar erhält eine mobile Aufnahmeeinheit und wird gebeten im Folgenden ein kurzes Interview von max. 2 min Länge durchzuführen. Je nach Ziel kann das Thema sein: "Stellt euch gegenseitig vor!" / "Was erwartet Ihr von dem Workshop?" / "Was denkt Ihr ist ein Interview?" / "Was waren deine Medienhelden als du jugendlich warst?" / "Wieviele Sprachen sprecht ihr wie gut?" .... - Wichtig ist, dass jede Person einmal die Rolle der fragenden und einmal die Rolle der antwortenden Person übernimmt. Pro Person entstehen also zwei Interviews.
Die Paare können die Interviews geschützt für sich führen (empfiehlt sich vor allem bei thematischem Einstieg mit TeilnehmerInnen, die schon ein wenig Technik-Erfahrung haben) oder die Interviews werden in der großen Runde durchgeführt, während die anderen zuhören und beobachten. Bei zweiter Variante ist es möglich den Fokus auf Gesprächsführung zu legen: Wie haben sich die Interviewenden platziert, welche Körpersprache, wie wichtig war die Technik in dem Gespräch ...
Auswertung: Wie habt ihr euch in den unterschiedlichen Rollen gefühlt? / Was ist euch aufgefallen? / Was war hier typisch / besonders für eine Interviewsituation? / Welche Aspekte müssen wir beim Interview beachten?
Außerdem ist es möglich, während der Interviews mitzuschreiben: wer sind die Teilnehmenden?, was erwarten sie?, thematische Inputs (bei spezifischen Fragestellungen)
Es ist auch möglich (vor allem bei separat geführten Interviews) die Aufnahmen noch einmal anzuhören. Wie hat das geklungen? war das schon ein Radio-Interview? Würde ich das senden? Warum?/Warum nicht? Was könnte anders gemacht werden? - Bei dieser Auswertung ist es notwendig, nicht zu sehr ins Detail zu gehen. Die Auswertung wird sonst übermäßig lang (und langweilig).
Was mir mit dieser Aktivität bereits passiert ist?
Als Einstieg in einen Jugendworkshop (14 Jahre, Interviews reihum) waren die Beteiligten zunächst ziemlich schüchtern und "erschlagen" von der Aufgabe, Angst vor der Technik, keine Idee welche Fragen gestellt werden könnten … Erst als ein "cooles" Mädchen an der Reihe war, welches Journalistin werden möchte, kam Bewegung in die Sache und auch ein paar schöne Spontanfragen à la "Findest du unsere Ethik-Lehrerin auch doof?". ---> das könnte bedeuten: ein geschützter Rahmen (= intimere Zweiersituation ohne das die anderen gleich mithören) baut zunächst mal Hemmungen ab
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vgl. auch A&F Handreichungen S.139
