Kurzzeit- / Langzeitgedächtnis

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Wie funktioniert unser Gedächtnis? Oder besser: wie lernen wir?


Speicher 1 Ultra Kurzeit-Gedächtnis = «Filter»

Speicherdauer: einige Sekunden

Ganz kurzes Speichern und Filtern unzähliger Informationen / begrenzte Zahl zum Aufnehmen: die magischen 7(+/- 2)Chunks


Speicher 2 Kurzzeitgedächtnis = «Arbeitsspeicher»

Speicherdauer: einige Minuten (20 Min)

Aktives Vergleichen, Wiederholen und kurzes Speichern von Informationen


Speicher 3 Langzeitgedächtnis = «Bibliothek»

Speicherdauer: unbegrenzt

Informationen dauerhaft speichern und abrufen


Achtung! Der Inhalt des Langzeitgedächtnisses beeinflusst den des Ultrakurzzeitgedächtnisses: Zu etwas Bekanntem lassen sich leichter weitere Dinge hinzulernen. Völlig Unbekanntes lässt sich schwerer lernen.

Beispiel: Das Langzeitgedächtnis hat Einfluß darauf, was wir als Informationseinheiten (im UKZ) wahrnehmen. Das Wort WEIN wird von Personen, die nicht lesen und schreiben können völlig anders wahrgenommen, als von Personen, die eben das können. Für Analphabeten steht dort kein Wort, noch nicht mal einzelne Buchstaben, sondern eine Ansammlung von 12 Strichen ( \ / =\ / I I \ I I ), die entsprechend 12 Speicherplätze des KZG belegen würden, während Schreibkundige dafür nur einen Speicherplatz benötigen, da in ihrem LZ die nötigen Informationen vorhanden sind, die sie in die Lage versetzen das Wort WEIN als eine Einheit wahrzunehmen.

Wem das zu oberflächlich ist: Hier gehts zur Langfassung auf wikipedia.


Was machen wir damit im Seminar?

Zur Wissenssicherung zum Beispiel immer wieder wichtige Dinge wiederholen bzw. miteinander verknüpfen ("Brücken bauen"). Eine mögliche Methode zur spielerischen Wiederholung und Wissenssicherung ist der Wissenswettkampf.

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