Gebrauchstipps für Unterlagen Medienrecht

From Medienrechtswiki

Jump to: navigation, search

Die Unterlagen sind für die Vermittlung medien- und urheberrechtlicher Zusammenhänge konzipiert und für die Mitglieder des VFRÖ zum offenen und kreativen Gebrauch bestimmt.

Es ist kein durchkomponiertes Skriptum sondern besteht aus mehreren Einzelteilen, die sich aufeinander beziehen. Inhalte wiederholen sich manchmal oder ergänzen sich.

Im Überblick besteht das Paket aus vier Teilen:

   * 3 Übersichtsskizzen – zu den Themen „ich und die Öffentlichkeit“, „Medienrecht“, „Urheberrecht“
   * 9 Handouts – zu verschiedenen Themen passend zu den 3 Übersichtsskizzen
   * 1 Weblog http://www.freie-radios.at/medienrecht/ – mit aktuellen Fällen
   * 1 Fragenliste und  1 Übungsanleitung dazu

(zusätzliches Material: Ehrenkodex des öst. Presserates, Skriptum von RA Maria Windhager)

Aus diesen Teilen kann entweder voll – alles verwenden – oder teilweise geschöpft werden – rauskopieren was brauchbar erscheint. Natürlich kann auch ergänzt werden, sollte etwas Wichtiges fehlen. Mit dieser Methode sind die Unterlagen erprobt und auch geschrieben worden.

Ausgehend von einer der Übersichtsskizzen können mehrere Themengebiete, die in einfachen Worten auf den Handouts zusammengefasst sind, abgehandelt werden. Das Wichtigste dabei: mit den Skizzen können ganz leicht Zusammenhänge zwischen den Themengebieten dargestellt werden.


Inhaltsverzeichnis

Skizze – Urheberrecht

Auf der Skizze sind mehrere Personen zu sehen. Dabei kann ich 2 Situationen beschreiben:

„ich will selber aufnehmen“ oder „ ich will Material von anderen verwenden“.

Nehmen wir das Thema „ich will selber aufnehmen“:

Also passt zu der Skizze das Handout Urheberrecht - Eigenes Gestalten.

Ich kann anhand beider Materialien nun verschiedene Themen behandeln.

„Geistiges Eigentum“, „Wer ist überhaupt UrheberIn?“, „Wann ist etwas ein Öffentlicher Raum“, „heimliche Tonaufnahmen“, „Autorisierung“, „Kinder und Jugendliche und besonderer Bildnisschutz“ etc.

Dazu passen würden nun mehrere Themen.

Vorher z.B. könnte ich an Hand der Skizze – Medienrecht in Kombination mit den Handouts Schutz der Ehre und Persönlichkeitsschutz die Grundlage herstellen, dass meine InterviewpartnerInnen auch über Rechte und Pflichten verfügen, um dann auf die Themen „Aufnahmen im öffentlichen Raum“, „Autorisierung“ etc. wie oben beschrieben zu kommen. Ich kann dann mit den Skizzen alles miteinander in Verbindung setzen.

Hier kann ich jeweils entscheiden, wieviel ich verwende und erzähle und welche Punkte für die Leute, denen ich gerade die Zusammenhänge erkläre, die Wichtigsten sind, um sie direkt zu besprechen.

Auf den Handouts ist darüberhinaus auch noch Platz für Notizen, Beispiele etc. (die eckigen freien Flächen)

Mit dieser Vorgehensweise soll erreicht werden, dass medien- und urheberrechtliche Punkte und Themen aus der Praxis für die Praxis weiter gegeben werden können.


praktisches Rollenspiel

je nach Gusto kann die Skizze in der vorliegenden Form benutzt werden (per Beamer, großkopiert, selbst nachgezeichnet) oder in einem Rollenspiel nachgestellt werden. Aufgabe an zwei Teilnehmende ist ein kurzes Interview zu führen (5 min; Themenwahl frei). Die anderen beobachten das Ganze unter dem Gesichtspunkt Urheberrecht (oder auch Medienrecht) und berichten danach was ihnen aufgefallen ist. Wo ist welches Recht wirksam geworden? Gab es vielleicht Verstöße? Oder Unklares? Nach diesem Rollenspiel kann die Skizze als Merkhilfe verteilt werden.

Skizze Medienrecht

Analog zur Versinnbildlichung der Skizze Urheberrecht kann auch beim Medienrecht ein Rollenspiel dazu genutzt werden, den Sinn hinter der scheinbar einschränkenden Rechtssprechung zu verdeutlichen. Wieder werden zwei oder drei Teilnehmende aufgefordert ein kurzes Interview zu einem beliebigen Thema zu führen (ca. 5 min). Die anderen beobachten. Nach dem Spiel berichten die Darstellenden, wie sie sich gefühlt haben. Was wollte die interviewende Person? Hat sie die Informationen erhalten, die sie wollte? Warum/Warum nicht? Was hat sie unternommen, um ihr Gegenüber zu betsimmten Aussagen zu bewegen? Wie ging es der befragten Person? Hat sie sich wohl gefühlt? Warum?/Warum nicht? Gab es Momente, in denen sie das Interview lieber abgebrochen hätte?

Um das "Konfliktpotenzial" des Interviews zu erhöhen, kann der Person, welche die Rolle der InterviewerIn übernimmt, die Aufgabe gestellt werden, möglichst unsachlich und emotional zu fragen oder auch zu provozieren. Zum Beispiel lassen sich schwierige Situationen besonders durch Fragen nach persönlichen oder intimen Details hervorrufen. Oder die Antworten werden permanent gewertet. - Diese Variante empfiehlt sich allerdings nur bei guten Gruppen, die sich schon etwas besser kennen. Schnell wird ein Spiel ernst genommen und die spielende Person mit der Rolle gleich gesetzt. Hier muss die teamleitende Person immer wieder erläutern, dass es sich lediglich um ein ROLLEN-SPIEL handelt, nicht um die Wirklichkeit.

Nach dieser Übung wird klarer, was Persönlichkeitsschutz für die befragte Person bedeutet und warum es wichtig ist, dass die Persönlichkeit per Rechtssprechung geschützt ist.


Kritik

Die in den Unterlagen eingefügten Erläuterungen und Ausführungen bleiben meist sehr abstrakt und dadurch zum Teil schwer fassbar. Eine Möglichkeit, mit dieser Situation umzugehen ist das Einbringen von Hörbeispielen. (siehe auch den Ablauf-Entwurf von Alex, Florian und Oliver. Eine andere Möglichkeit wäre die Erläuterung konkreter Vorfälle aus dem Radioalltag (siehe dazu auch klipp & klang radiokurse: Gesetzten Fall. Medienrecht für die Praxis Oder es wird ein Rollenspiel durchgeführt (einfache Interviewsituation, bei der im Nachhinein analysiert wird, wo Medienrecht "wirksam" war, was problematisch war, auf was ich achten sollte ...).

---

Persönliche Werkzeuge