Einstieg

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Guten Tag, mein Name ist … und in den folgenden drei Stunden werde ich Ihnen erzählen, wie Radio funktioniert. Fangen wir doch mal damit an, dass ich sie kennen lerne. Jed von Ihnen nennt mal kurz ihren Namen und sagt was sie arbeitet. Und natürlich, warum sie heute hier ist. …

So könnte er aussehen, der Beginn eines Workshops oder Seminars. Oder vielleicht auch lieber nicht. – Workshoperfahrene Teilnehmende (und das sind mittlerweile nicht mehr wenige) schlafen nach dieser Begrüßung vermutlich ein. Wie aber dann? Und was gehört überhaupt in den Einstieg eines Seminars?

Um die Freude an der eigenen Tätigkeit nicht zu verlieren, ist es ratsam selber in den Art und Weisen des Workshopeinstiegs zu variieren. Einfach mal ins kalte Wasser springen und etwas anderes ausprobieren. Das erhöht nicht nur den eigenen Adrenalinspiegel, sondern hebt auch die Spannung sowie Konzentration in der gesamten Gruppe.

Hier ein paar Tipps und Möglichkeiten. Natürlich gern zu ergänzen und zu kommentieren.


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Was gehört an den Anfang?

Sicherlich eine Vorstellung der eigenen Person. Aber wie ausführlich sollte die ausfallen? Was ist tatsächlich interessant für die Teilnehmenden? Meine komplette Ausbildung? Der Beweis, dass ich genug Erfahrung und Kompetenz besitze, um den folgenden Workshop zu leiten?

Neben den Standardsätzen: "Ich heiße …, mein Tätigkeitsfeld ist …, ich arbeite für …" bewährt sich (je nach Gruppenkonstellation) auch die eine oder andere persönliche Information: Was motiviert mich zu diesem Workshop? Habe ich ein bestimmtes Interesse? Liegen mir Teilaspekte des Themas besonders am Herzen? Gibt es bereits Erfahrungen mit ähnlichen Kontexten? Was ist für mich Neuland? – MIt solch einem Einstieg wird das klassische Lehrende-Lernenden-Verhältnis ein wenig gebrochen. Auch die Workshopleitende Person lernt etwas dazu. Sie macht ein Angebot, sie ist nicht unfehlbar, sie lädt zum Mitdenken, Mitgestalten und zur gemeinsamen Erfahrungsexpedition ein. Die Teilnehmenden sind gleichwertige Teammitglieder.

Wer sind eigentlich die anderen? Schön wäre es natürlich, wenn wir uns namentlich ansprechen könnten. Und eventuell auch wissen würden, was die einzelnen erwarten, warum sie hier sind. Eine Rundumabfrage ist meist genauso schnell wieder aus dem Kopf draußen, wie sie durchgeführt wurde. Einprägsamer sind spielerische Elemente wie ein Bilderrätsel oder eine Pantomime. Könnte sein, dass im ersten Moment solch ein Mitmach-Angebot auf wenig Freude stößt – wir alle sind verschulte Abläufe gewohnt und erwarten auch solche – in den allermeisten Fällen bricht das Eis jedoch sehr schnell und die ersten inhaltlichen Gespräche oder Diskussionen beginnen sofort.

Was ist das Ziel der Veranstaltung? – Das kann von der Teamenden Person vorgegeben werden, es stand ja irgendwie auch schon in der Ausschreibung: "Wir werden uns damit beschäftigen." Basta. – Oder die Person lädt ein zur Abfrage: Was würde sie denn interessieren? Welche Erwartungen bestehen? – Auch das muss nicht in einer sturen Rundum-Abfrage enden. Mittels einer Runde Scrabble um den zentralen Begriff des Workshopthemas herum, lassen sich Vorwissen oder Wünsche spielerisch-kreativ abfragen. Dass der eine oder andere Wunsch nicht erfüllt werden kann oder gewisse Aspekte einfach nicht zu behandeln sind (mangels Vorbereitung oder Kompetenz) kann nach so einer Runde immer noch erklärt und begründet werden. Solch ein Einstieg macht das Seminar viel mehr zu dem der Teilnehmenden. Ohne dass die Teamer_in ihre leitende Funktion einbüßen würde …

Wie sollen Lerninhalte erreicht werden / Workshopabschnitte gestaltet werden? Hier kann die Teamer_in aus ihrem Erfahrungsschatz schöpfen und einen (oder mehrere) Vorschläge unterbreiten. Die grundsätzlichen Prinzipien der Wissensvermittlung sind in jeder Form möglich. Egal ob sich die Teilnehmenden nun mehr für einen theoretischen Exkurs oder eine experimentelle Situation erwärmen können. (Beide Varianten brauchen ohnehin nach einer gewissen Zeit das entsprechende Pendant zur Verdeutlichung oder Reflexion.)

Regeln – Natürlich existieren in Gruppensituationen Regeln. Viele davon unausgesprochen. Schön wäre es aber, wenn die Gruppe im Vorhinein auch schon einiges aussprechen könnte: Wann sollen Pausen sein? Wie wollen wir uns ansprechen? Was stört uns beim Lernen?

Und nach der Vorstellungsrunde? Am besten keine langen Theorieeinheiten wie etwas funktioniert (es sei denn, es ist ein explizites Theorie- und Diskussionsseminar), sondern gleich mit einer praktischen Übung einsteigen: Ich möchte sie/euch bitten, in Zweiergruppen kleine Interviews zu führen! Stellen sie sich per Radiomoderation vor! Im Studio zeigen sie mir doch bitte mal, was sie über die technischen Gerätschaften schon alles wissen. … siehe auch Problemorientiertes Lernen


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Einzelaktivitäten

Die folgenden Aktivitäten können einen Einstieg in ein Seminar lockerer gestalten (bitte fortsetzen):

PartnerInnen-Interview

Thema buchstabieren

Scrabble

Bilderrätsel

Pantomime

Abwandlung von Wünsche an die Redaktion: eventuell als Wünsche an den Workshop mit der Abfrage von Zielen, Motivation, Regeln, "Bloß nicht's" …

Abwandlung von Moderation – Was ist das?: Aufgabenstellung kann sein "Stellen Sie sich bitte kurz vor." oder "Erzählen Sie uns, was sie gern lernen möchten." / "Wie sollte der Workshop ablaufen und was erwarten Sie?" …

oder auch eine Diskussion anzetteln durch den Start mit einem Hörbeispiel


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