Beispiele hören
From Medienrechtswiki
Beschrieben wird die Aktivität als Teil einer Einheit mit dem Fokus Akustisches Gestalten. Natürlich sind Hörbeispiele auch einsetzbar bei Themen wie Medien- und Urheberrecht, Interview etc. Der Fokus in der Auswertung muss dementsprechend verändert werden.
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Worum geht's?
Grundprinzip bei der Vermittlung akustischer Gestaltungsprinzipien ist das gemeinsame Hören und Analysieren von Beispielen. Es spielt dabei keine Rolle, welche inhaltliche Qualität die Beiträge haben. Es sollte lediglich darauf geachtet werden, nicht zu lange Beispiele auszuwählen. (Anmerkung: je länger der Workshop, umso länger können natürlich die Beispiele sein. UND: wenn längere Beispiele (z.B. Halbstundensendungen) ausgewählt werden, dann sollten diese auch komplett angehört werden, denn nur über die Länge ist eine "richtige" Beurteilung möglich. Eine Möglichkeit, um ganze Sendungen nur in Ausschnitten anzuhören ist die Aktivität Radio AN / AUS.)
Material
Eine Sammlung von Hörbeispielen findet sich auf der CD zum Lehrmittel Gut in Form. Beitragsarten im Radio von klipp & klang Zürich. Für das Thema Akustisches Gestalten eignen sich besonders die Beispiele 02, 08, 10, 11, 12+13, 14, 17, 18, 23 bei ausreichender Kenntnis des Schweizerdseutschen sind auch die Beispiele 07, 19 und 26 einsetzbar (wenn der Fokus auf akutsicher Gestaltung liegt, könnte der verbal-inhaltliche Aspekt für kurz auch vernachlässigt werden).
Eine Auflistung von Hörbeispielen gibt es auch hier.
Durchführung
Nach jeder theoretischen oder praktischen Einheit ein Hörbeispiel gemeinsam anhören. Danach gemeinsam analysieren, sammeln: Was haben wir gehört?
(vgl. auch: A&F Handreichungen. Materialien zur radiojournalistischen Aus- und Fortbildung in nichtkommerziellen Radios, Aktivität Ganz Ohr!, S.313 f.)
Alternative: Zen Hören - funktioniert anstelle eines Hörbeispiels als Start in den Workshop. Eignet sich besonders für RadioeinsteigerInnen, denn hier kann erstmals thematisiert werden, was wir akustisch alles wahrnehmen (wieviel Geräuschebenen bzw. woraus sich ein Geräusch zusammensetzt). Die Aktivität ersetzt viele verschiedene Hörbeispiele allerdings nicht, da es die Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten nicht plastisch aufzeigen kann.
Reflektion und Auswertung
Fokus akustisches Gestalten
Auf Plakaten sammeln "Möglichkeiten der akustischen Gestaltung" / "Was hat mir besonders gut gefallen" / "Was fand ich seltsam oder würde es anders machen" – der Erfahrung nach kommt man in einem dreistündigen Workshop auf 4 bis 6 Beispiele und erhält so eine recht umfangreiche Sammlung von Gestaltungsmöglichkeiten sowie best practice Beispielen.
In jedem Fall sollte als Ergebnis eine Sammlung von Möglichkeiten der Gestaltung mit akustischem Material entstanden sein. Sinnvoll ist dabei noch einmal die Unterteilung in Wort / Geräusch / Musik.
Fokus Kommunikationsmodell
Es ist möglich, Hörbeispiele nach dem Kommunikationsmodell von H. Geißner zu analysieren. Dazu am besten einen Fragebogen mit den entsprechenden Fragen/Aspekten verteilen bzw. großkopiert an die Wand/Flipchart pinnen und zu den einzelnen Fragen/Aspekten mögliche Antworten suchen.
Erlebnisberichte
