Akustisches Gestalten

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Unter dem Thema "Akustisches Gestalten" sind eine Reihe verschiedener Schwerpunkte möglich. Es kann sowohl auf mögliche Vorproduktions- und Schnitttechniken eingegangen werden als auch auf Moderationstricks bei Live-Sendungen oder auch auf den Einsatz von Musik.

Ein wesentlicher Bestandteil bei allen Ausrichtungen und Fokussierungen wird vermutlich das Arbeiten mit Hörbeispielen sein.

Untenstehend mögliche Abläufe mit dem Schwerpunkt akustisches Gestalten.


Inhaltsverzeichnis

Moduleinheit bei ORANGE 94.0

konzipiert für eine Abendveranstaltung à 3 h

Das Modul Akustisches Gestalten / Vorproduktion kombiniert die Vermittlung journalistischen Handwerks mit technischem Wissen (Vorproduktionsstudio). Der Ablauf ist sehr variabel gehalten und von der Zusammensetzung der teilnehmenden Gruppe abhängig. Es kann sowohl der Schwerpunkt auf Beitragsgestaltung (im Sinne vorproduzierter Berichte mit O-Ton) wie auch Musikauswahl oder -mixing liegen.

Grundsätzlich sollte in dieser Einheit mit Hörbeispielen gearbeitet werden, um recht viele Möglichkeiten der Gestaltung auch plastisch zu demonstrieren.

Lernziele

Hören als Lernprinzip etablieren (auch außerhalb des Workshops) / Feedback geben und nehmen

allgemeine Gestaltungsmöglichkeiten und -prinzipien erläutern: Nutzung von Sprache, Musik, Geräusch (hier auch: wer spricht in welchen Sprachen / gesellschaftliche Rollenverteilung; welche Funktion haben Geräusche/Sounds/Atmosphäre; wie setzen wir Musik ein) >>> bei Interesse und Vorkenntnissen möglich: verschiedene Schnitt- und Gestaltungstechniken am Computer bzw. live

Grundbegriffe des digitalen Audioschnitts (Aufnahme + Speichern als wav- bzw. mp3-Datei)

erste Diskussion / Sensibilisierung zum Einsatz von Musik ( creative commons Prinzipien; was ist kommerzielle, was alternative Musik)

Themenbearbeitung / Recherche (erste Einführung in Darstellungsarten)


eventuell/möglich bei entsprechender Gruppenkonstellation

Schwerpunkt: "Wie gehe ich um mit Interviewaufnahmen?" (Auswahlkriterien, Authentizität/Subjektivität; vergleiche auch Aktivität Interview schneiden)


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Ablaufvorschlag

Beispiele hören

Alternative: Zen Hören - funktioniert anstelle eines Hörbeispiels als Start in den Workshop, ersetzt die verschiedenen Hörbeispiele nicht wirklich, da es die Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten nicht aufzeigen kann.


kurze Einführung "journalistische Darstellungsarten": dabei vor allem fokussieren auf die Tätigkeiten bzw. ihre Haltung dahinter (informieren, beschreiben, unterrichten, erzählen, Fragen stellen, zum Nachdenken anregen, verwirren, berichten, Phantasie anregen, erklären …) >> dazu Handout "Darstellungsarten" verwenden Dauer: nicht länger als 20 min (entspricht im Prinzip bereits dem ersten Schritt der folgenden Aktivitäten)


Reportage-Übung oder Umfrage ungeschnitten >> als Wiederholung und Vertiefung zur Handhabung der mobilen Aufnahmetechnik, kann sowohl im näheren Umfeld des Workshoportes oder auch am Ort selber unter den Teilnehmenden durchgeführt werden Dauer: 45-60 min


Einführung Studio / digitaler Audioschnitt

Ablaufvorschlag unter Studiotechnik: Theorie u. Praxis

Dauer: 45-60 min


>>> bei Gruppen mit mehr als 6 Teilnehmenden ist es sinnvoll diese in zwei Arbeitsgruppen zu teilen und die beiden Abschnitte Reportage/Umfrage bzw. Studio/Audioschnitt zweimal parallel durchzuführen. Die Erläuterungen zu den Darstellungsarten sowie die Auswertungen geschehen dann jeweils in der "großen Runde", während die jeweiligen Aufnahmen als individuelle Arbeitseinheiten durchgeführt werden. Die Trainer_in wird dabei vermutlich bei der Aufnahme im Studio assistieren.


Wie klingt ein Thema?: Beschreibung des Prinzips in A&F Handreichungen. Materialien zur radiojournalistischen Aus- und Fortbildung in nichtkommerziellen Radios, S.319 f. >> selbst erarbeitete Kurzfassung (ohne Gruppenbrainstorming und Realaufnahmen bzw. Audioschnitt / individuelles Brainstorming in Kleingruppen)

Eine Alternative mit speziellem Fokus auf Musikauswahl ist die Aktivität Wie klingt denn das? (S. 399 f.). Auch hier muss die Aufgabenstellung etwas modifiziert werden (ohne CD bzw. mp3-Beispiele, die präsentiert werden).

Dauer (inkl. Präsentation der Ideen in der Gruppe): max. 45 min


Tipp / Hinweise für Trainer_innen

Udo sagt am 5.1.10: Der Ablauf so wie er hier steht wurde noch nicht in Praxis umgesetzt. Es ist vermutlich sehr wichtig auf die Stimmung und Interessenlage in der Gruppe zu achten und mit den vorgeschlagenen Aktivitäten variabel umzugehen. Allerdings empfiehlt es sich vermutlich nicht, zu viel Optionen innerhalb des Workshops zu eröffnen. Solche offenen Konzepte verwirren mitunter die Teilnehmenden: wenn alles möglich ist, erscheint die Veranstaltung schnell planlos.

Der Ablauf könnte bei zügiger Führung innerhalb von drei Stunden durchgeführt werden. Spannende aufkommende Diskussionen sollten aber auf keinen Fall abgebrochen oder unterdrückt werden. Lieber auf die letzte Übung zur Musik verzichten bzw. eine kürzere Variante mit dem Fokus "Musik/Sound/Geräusch als gestaltendes Element" einbauen (z.b. ein ausführlicheres Hörbeispiel?)

Vorschlag für einen zweitägigen Workshop

konzipiert für eine relativ homogene Gruppe (z.B. bestehende Redaktion); Workshopdauer: 2 Tage jeweils 10-18 Uhr; erprobt/durchgeführt von Udo Israel

Erster Tag

Begrüßung + Vorstellung: gegenseitiges Kennenlernen >>> Aktivität Scrabble / Thema buchstabieren ca. 30 min

Feedback-Regeln vorstellen >>> 10 min

Beispiele hören >>> verteilt über gesamtes Wochenende / jeweils zwischen zwei Aktivitäten als wiederkehrendes Element (Fokus kann im Laufe der zwei Tage verändert werden, bzw. Auswertung und Sammlung nach dem Hören etwas verkürzt >>> je nach Hörbeispiel 20-40 min

Kommunikationsmodell nach Geißner vorstellen und damit arbeiten (Kopplung mit/Auswertung von Hörbeispielen) >>> 15 min


Schwerpunkt Themenplanung:

Kreativitätstechniken vorstellen und gemeinsam an einem Thema (was ist Thema der Gruppe / Redaktion) "durchspielen": siehe auch Scrabble, Mind-Map, Thema buchstabieren30 min

Recherchetechniken erläutern 20 min


Schwerpunkt Genretheorie

Darstellungsarten diskutieren ca. 30 min

Darstellungsarten testen 60 min

Zweiter Tag

Fortsetzung Beispiele hören >>> anderer Fokus: Gestaltungsmittel / Sprechen + Stimme

Interview schneiden ca. 90 min

Schnittplan / Produktionsplan Theorieeinheit mit Anschauungsbeispielen 30 min

Schreiben fürs Sprechen >>> Einführung Manuskript, danach Zeitungsmeldung umschreiben (Variante: persönlicher Sprechstil) >> 90 min +

Über Musik reden 45 min

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Anmerkungen

Udo: Tag 1 funktioniert im Ablauf sehr gut, relative zügiges Arbeiten ist erforderlich, durch den Einsatz und die Diskussion der Hörbeispiele ist aber viel Zeit für individuelle Meinungen und Interaktivität. – Tag 2 ist etwas "wackeliger". Sowohl die Aktivität Interview schneiden, wie auch Zeitungsmeldung umschreiben sind sehr handlungsorientiert und erfordern hohe Aktivität der Teilnehmenden. Wichtig sind danach jeweils theoretische Zusammenfassungen, die nach der intensiven Arbeitsphase für viele etwas öde sind und zum Abschalten animieren. – Die Aktivität Über Musik reden war trotz Diskussionslastigkeit dann doch enorm emotional. Allerdings fehlte irgendwie noch ein schöner Abschluss für die zwei Tage. Evtl. noch eine spielerische Aktivität mit Geräuschen oder Musik einbauen.


Einzelaktivitäten

Geschichten vertonen mind. 90 min

Orte wechseln mind. 90 min

Wie klingt ein Thema? siehe A&F Handreichungen. Materialien zur radiojournalistischen Aus- und Fortbildung in nichtkommerziellen Radios, S.319 f.

Wie klingt denn das? siehe A&F Handreichungen, S. 399 f.

Audioschnitt mit Audacity Skriptum für einen Workshop (2 x 3 h) von Marco Schretter und Martin Schemitsch (Radio Helsinki Graz)


mit Schwerpunkt Musik/Komposition

Graph Theory

Overbug


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