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Startseite · Jetzt unterzeichnen: EUROPÄISCHES MANIFEST der multikulturellen BürgerInnen-, Minderheiten- und Alternativmedien
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Hörfestival 2001, 1.-2. September 2001, Linz: Workshops

Sprachübergreifende Sendungsgestaltung

In unseren westlichen Kulturen haben die meisten Immigrantenkommunities nur die Möglichkeit, sich einerseits zu "integrieren" womit eigentlich assimilieren gemeint ist oder aber als ethnisch ausgegrenzte Gruppen ihre Kulturen und damit vor allem ihre Sprachen weiter zu pflegen. Anliegen der Freien Radios ist es das Interesse an der Sprache der anderen zu wecken und sie auf gleichwertiger Basis in der Kommunikation zu erleben.

Welche Erfahrungen gibt es bisher mit zwei- und mehrsprachiger Sendungsgestaltung? Was sind die Kriterien um Mehrsprachigkeit als Bereicherung im Sendungsalltag zu erleben? Können wir dazu eigene Konzepte entwickeln?

Zielsetzung: Mehrsprachigkeit soll als Normalität und Bereicherung verstanden werden.

Fragestellungen:

  • Mit welcher Motivation werden die Sendungen gemacht?
  • Wird alles übersetzt, nach welchen Kriterien wird übersetzt?
  • Formal: wie lange können die Wortbeiträge sein, damit die, die eine der beiden Sprachen nicht verstehen können, nicht wegschalten?
  • Finden Zusammenfassungen in den anderen Sprachen statt?

Interkulturelle Initiativen

Muttersprachliche Sendungen gehören zum selbstverständlichen Programm Freier Radios. Sie erfüllen als Identitätsträger eine wichtige Kommunikationsfunktion für die jeweiligen Communities und existieren neben allen anderen Spartenprogrammen unabhängig und oft auch unberührt von anderen Programmleisten.

Interkulturelle Ansätze in der Medienarbeit verfolgen das Ziel, als Brücken zwischen verschiedenen Kulturen zu fungieren und einer Ghettoisierung entgegen zu wirken. Die bisherigen Ansätze in Freien Radios sind sowohl auf Sendungsebene als auch in den Radiostrukturen wenig zufriedenstellend. Darum werden VertreterInnen von verschiedenen Organisationen, die in diesem Bereich arbeiten, eingeladen, ihre Arbeit zu präsentieren. Daran anknüpfend sollen Strategien für Freie Radios diskutiert und formuliert werden.

Moderation: Reni Hofmüller (Radio Helsinki, A), Abdullah Osman (Radio FRO, A)

Antirassistische Kampagnenarbeit

In so gut wie allen Programmrichtlinien und Chartas Freier Radios findet sich der Grundsatz des Antirassismus wieder. Freie Radios versuchen in ihren Programmen, den Anspruch zu verwirklichen, sich antirassistisch zu äußern und rassistische Strukturen aufzudecken. Oft genug gehen in der Realität allerdings Sendungen über den Äther, die eben diese Strukturen reproduzieren und - gut gemeint - von Rassismus Betroffene in Opferrollen drängen.

Anhand der Erfahrungen rund um die Radiokampagne zum Internationalen Tag gegen Rassismus (und zusätzlicher Sendungsbeispiele) soll analysiert werden, was und mit welcher Begründung in den Freien Radios im deutschsprachigen Raum unter dem Schlagwort "Antirassismus" gesendet wurde. Mit Hilfe von Sendungsbeispielen werden Ansprüche, Aussagen und die verschiedenen Rollen in der Berichterstattung über Rassismus reflektiert.

Darüber hinaus stehen die Wirksamkeit und gemeinsame Ziele von Kampagnenarbeit zur Diskussion, ebenso wie die Frage, in welcher Form sich lokale Ereignisse in internationale Kontexte stellen lassen und Zusammenhänge aufgezeigt werden können.

Moderation: Fiona Steinert (AMARC Europe)

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