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Startseite · Jetzt unterzeichnen: EUROPÄISCHES MANIFEST der multikulturellen BürgerInnen-, Minderheiten- und Alternativmedien
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Hörfestival 2001, 1.-2. September 2001, Linz

[http://www.radiofabrik.at/hörfestival]

Ziel

Einig sind wir uns wohl dabei, daß sich das Programm der Freien Radios sehr deutlich von dem der kommerziellen Radios unterscheidet. Doch wie sehen diese Ausdrucksformen genau aus? In welche Bereichen benötigen gerade Freien Radios erhöhte Sensibilität und Eigenwilligkeit in der Umsetzung? Welche Konzepte gibt es dafür und wie sollen wir solche erarbeiten?

Um genau dieser Frage nachzugehen veranstalten wir das Hörfestival 2001. Hierbei soll RadiomacherInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die Möglichkeit gegeben werden ihre eigenen Ausdrucks- und Gestaltungformen vorzustellen und die der anderen kennen zu lernen und in weiterer Folge gemeinsam neue Arten des "Hören Machens" zu entwickeln. Die diesjährigen Schwerpunktthemen wurden gewählt, weil sich hierbei die Berichterstattung in den Freien Radios, ganz erheblich von der Aufarbeitung dieser Themen im kommerziellen Bereich unterscheidet. Einen wesentlichen Punkt dabei stellt die Perspektive der Berichterstattung dar. So bieten die Freien Radios vielen Gruppen unserer Gesellschaft die Möglichkeit ihre Anliegen selbst an die Öffentlichkeit zu bringen und nicht wie gewohnt "über sich berichten lassen". Die Freien Radios liefern somit einen wichtigen Beitrag zur Demokratie und zur Authentizität, da sich hierbei kein gate-keeper zwischen SenderIn und EmpfängerIn stellt, wie es im kommerziellen Bereich üblich ist.

Workshops

  1. Sprachübergreifende Sendungsgestaltung
  2. Interkulturelle Initiativen
  3. Antirassistische Kampagnenarbeit

Podiumsdiskussion: "Europäische Öffentlichkeit und die Rolle Freier Medien"

Hierbei soll der Frage nachgegangen werden welche Aufgaben und Rollen Freie Medien in Europa einnehmen können. Freien Medien sind aus unserer Demokratie nicht mehr wegzudenken: sie liefern einerseits unabhängige unzensurierte Berichte und bieten andererseits allen Menschen Raum an die Öffentlichkeit zu treten. Vor allem diskriminierte Gruppen haben hierbei die Möglichkeit "ihre Sichtweise" darzustellen. Andererseits geht es jedoch auch darum spezifische Themen abseits des Mainstreamjournalismus zu behandeln und Themen aus einem anderen Blickwinkel heraus zu bearbeiten. Inwiefern können sich Freie Medien in dieses erweiterte Demokratieverständnis einbringen?

Bereits bestehende Projekte beweisen, daß die Freien Medien die kontinentalen Grenzen längst verlassen haben und ihre eigene "Globalisierung" vorantreiben. Bei der Diskussion geht es also auch um den globalen Austausch von unabhängigen Medien und deren Auswirkungen auf die Öffentlichkeit.

Es diskutieren:

  • Moderation: Dr. Brigitta Busch (Arbeitsstelle für interkulturelle Studien - Universität Klagenfurt)
  • ANEM - Alternatives Netzwerk elektronischer Medien in Jugoslawien (Ljiljana Neskovic)
  • Indymedia BRD - Unabhängiges Nachrichtennetzwerk (Luter Blisset)
  • ONDA - Agencia Radiofónicia Latinoamérica-Europa ( Winnie Enderlein)
  • Radio Lora - Freies Radio Zürich (Juan Martinez)
  • EBF - Europäisches Bürgerforum (Helmut Peissl)
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