Radiofabrik und ORANGE 94.0 erhalten Radiopreis der Erwachsenenbildung
10.11.2010
Mit dem renommierten Radiopreis der Erwachsenenbildung wurde die Sendung der Radiobande „Jüdische Städte - Jüdische Geschichte“ auf ORANGE 94.0 (Wien) und die Sendung "Ohrenblicke. Radiokunst von Blinden und Sehenden" der Radiofabrik Salzburg ausgezeichnet. Der Verband Freier Radios Österreich (VFRÖ) freut sich sehr, dass mit dem Preis wieder zwei Sendungen aus den Freien Radios gewürdigt werden. "Das zeugt von der guten und wichtigen Arbeit, die von den ehrenamtlichen Sendungsmacher_innen geleistet wird", meint Michaela Adelberger, Geschäftsführerin des VFRÖ.
Radiobande erhält den Preis zum zweiten Mal
Die Radiobande, Wiener Schülerinnen und Schüler zwischen 6 und 20 Jahren, die ihre Sendungen selbst gestalten, werden nicht zum ersten Mal ausgezeichnet. Bereits 2005 erhielt sie den Preis für die Sendung "Ist Sex gefährlich?"
Die Sendung „Jüdische Städte - Jüdische Geschichte“ wurde in der neu vergebenen Kategorie „Sendungen von Kindern und Jugendlichen“ prämiert. In der Sendung recherchierten Schüler_innen der Beth Jakov-Schule im 2. Wiener Gemeindebezirk aus geografischer und geschichtlicher Perspektive zur jüdischen Bevölkerung in verschiedenen Städten wie Prag, Wien, New York, Antwerpen. Die Sendung wurde zusammen mit Evelyn Blumenau und Walter Kreuz von gecko art gestaltet und ist über das Sendearchiv von ORANGE 94.0 nachzuhören: ( http://sendungsarchiv.o94.at/get.php?id=094pr4490)
Medienpädagogik als angewandte Medienpolitik ist ein wichtiges Anliegen der Freien Radios. Kritische Medienbildung funktioniert nur, wenn Jugendliche sie selbst ausprobieren können – wie im partizipativen Radio-Projekt die Radiobande.
Radiofabrik bereits zum vierten Mal ausgezeichnet
Die Radiofabrik wird bereits zum vierten Mal in Folge mit diesem wichtigen Preis geehrt. Sie teilt sich den Preis in der Sparte „Experimentelles/Interaktives“ ex aequo mit „Im Sumpf“ von FM4.
In der Sendungsreihe Ohrenblicke machen Blinde und Sehbehinderte anspruchsvolles Radio zu Themen wie Fotografieren, Studieren oder eben - Radio machen. Und das natürlich als Blinde. So sind sie nicht Objekte der Berichterstattung, sondern Akteure, die Norm und Normalität eben anders definieren.
In der prämierten Sendung geht es unter anderem um den angeblich korrekten Sprachgebrauch im Umgang mit Blinden und Sehbehinderten sowie um ein Fotoprojekt von Blinden. Das Ohrenblicke-Redaktions-Team bilden derzeit Michael Blühweiss, Marcus Diess, Rudi Ernst, Siegfried Filippi, Michael Flemmich, Felix Freisinger, Stefan Martin, Helmut Kahr, Papa Joe, Severin Spitzer, Sarah Traugott, Sebastian Traugott, Georg Wimmer und Barbara Winkler. Sämtliche Beiträge, die im Rahmen dieses von der EU gefördeten Projektes produziert worden sind, können auf dem Ohrenblicke Blog ( http://cba.fro.at/show.php?lang=de&eintrag_id=18809) abgerufen werden.
Informationen: adelberger@freie-radios.at, Tel.: 0680 236 8889 |